5 Yoga-Übungen gegen Stress: Eine beruhigende Abfolge mit Atemanleitung
Stress lebt nicht in deinem Kopf. Er lebt in deinem Körper – in den Schultern, im Kiefer, in der Art, wie dein Atem flach wird, wenn du nicht aufpasst.
Yoga hilft, weil es dem Stress genau dort begegnet, wo er tatsächlich wohnt.
Du musst nicht flexibel sein. Du musst kein Sanskrit können. Du brauchst nur fünf Übungen und die Bereitschaft, durch sie hindurchzuatmen.
Übung 1: Kindhaltung – 60 Sekunden
Knie auf deiner Matte, große Zehen berühren sich, Knie auseinander. Geh mit den Händen nach vorne und senke deine Brust Richtung Boden. Leg die Stirn ab.
Das ist die Haltung für die Momente, in denen du dich überwältigt fühlst. Sie ist ein Seufzer für den ganzen Körper.
Atme so: Beim Einatmen spüre, wie sich dein Rücken weitet. Beim Ausatmen sinke ein bisschen tiefer. Stell dir vor, du atmest in den Raum zwischen deinen Schulterblättern – den Ort, an dem Stress sich am liebsten versteckt.
Übung 2: Sphinx – 60 Sekunden
Leg dich auf den Bauch, stütz dich auf deine Unterarme, Ellenbogen unter den Schultern. Drück dein Schambein in die Matte und verlängere deine Wirbelsäule.
Sphinx ist eine sanfte Rückbeuge, die sagt „Ich bin wach", ohne zu schreien. Sie öffnet den Brustkorb und erinnert deine Lungen daran, dass sie Platz zum Arbeiten haben.
Atme so: Lange, gleichmäßige Atemzüge. Spüre mit jeder Ausatmung, wie dein unterer Rücken weicher wird.
Übung 3: Herabschauender Hund – 60 Sekunden
Aus dem Vierfüßlerstand die Zehen einziehen und das Gesäß zur Decke heben. Drück die Hände in die Matte. Lass den Kopf hängen.
Der herabschauende Hund ist das Schweizer Taschenmesser der Yoga-Übungen. Er dehnt, kräftigt und beruhigt auf einmal. Wenn du nur Zeit für eine Übung hast, dann nimm diese.
Atme so: Mach volle, gleichmäßige Atemzüge. Tretel sanft mit den Füßen. Drück mit jeder Ausatmung deine Brust in Richtung Oberschenkel.
Übung 4: Baum – 45 Sekunden pro Seite
Steh auf einem Bein. Setz die Sohle des anderen Fußes an deinen inneren Oberschenkel oder deine Wade (nicht ans Knie). Bring die Hände vor dein Herz oder streck sie über den Kopf.
Der Baum fordert dich auf, Stille zu finden, während dein Körper wackeln will. Genau deshalb hilft er gegen Stress – er lehrt dich, stabil zu bleiben, auch wenn sich Dinge instabil anfühlen.
Atme so: Atme in das Standbein. Stell dir Wurzeln vor, die durch deinen Fuß in die Erde wachsen. Wenn du wackelst, machst du es richtig.
Übung 5: Totenstellung – 5 Minuten
Leg dich flach auf den Rücken, Beine leicht auseinander, Arme neben dem Körper mit den Handflächen nach oben. Schließ die Augen.
Savasana sieht aus, als würdest du nichts tun. Es ist tatsächlich die schwierigste Übung im Yoga – und die wichtigste. Hier integriert dein Nervensystem alles und schaltet vollständig in den Ruhemodus.
Atme so: Lass deinen Atem natürlich werden. Verlängere deine Ausatmung ein wenig mehr als die Einatmung. Bleib mindestens fünf Minuten hier.
Die ganze Sequenz
Kindhaltung (1 Min.) → Sphinx (1 Min.) → Herabschauender Hund (1 Min.) → Baum (1 Min. pro Seite) → Totenstellung (5 Min.)
Etwa zehn Minuten. Keine Ausrüstung. Keine Vorkenntnisse nötig.
Warum das funktioniert
Stress erzeugt ein Muster in deinem Körper: verspannte Schultern, flacher Atem, ein Nervensystem, das auf „an" feststeckt. Diese Sequenz unterbricht dieses Muster, indem sie drei Dinge gleichzeitig tut:
- Sanfte Bewegung löst körperliche Verspannungen
- Bewusstes Atmen signalisiert deinem Nervensystem Sicherheit
- Fokussierte Aufmerksamkeit gibt deinem beschäftigten Geist eine Pause
Mach es zu deiner Sache
Die App enthält vorgefertigte Yoga-Einheiten mit ähnlichen Übungen und integrierten Zeitvorgaben. Du kannst auch eine eigene Sequenz in der App erstellen – wähle Kindhaltung, Sphinx, Herabschauender Hund, Baum und Totenstellung, stell deine eigenen Dauern ein und lass dich von der App mit Audio-Hinweisen durch jede Übung führen.
Häufig gestellte Fragen
Ich bin nicht flexibel. Kann ich diese Übungen trotzdem machen? Ja. Die Kindhaltung erfordert keine Flexibilität. Sphinx ist ein sanftes Anheben. Der Baum funktioniert in jeder Höhe. Flexibilität ist ein Ergebnis der Praxis, nicht eine Voraussetzung.
Wie oft sollte ich das machen? Selbst einmal pro Woche hilft. Dreimal pro Woche verändert dein grundlegendes Stressniveau.
Kann ich das vor dem Schlafengehen machen? Unbedingt – besonders wenn du den Baum durch eine zusätzliche Minute in der Kindhaltung ersetzt. Die App hat sanfte Einheiten, die zum Runterkommen entwickelt wurden.

Über den Autor
Ich habe Mantra Breath Yoga Time entwickelt, weil ich glaube, dass jeder einen ruhigen Ort in der Tasche verdient. Keine Werbung, kein Druck, nur ein einfaches Werkzeug, um ein paar ruhige Momente in einer lauten Welt zu finden.
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